Standpunkte

Thomas de Courten

Präsident Intergenerika, Nationalrat

«Referenzpreise nein! – die Politik muss die Weichen richtig stellen.»


Dr. Axel Müller

Geschäftsführer Intergenerika

«Referenzpreise – fatal für das Schweizer Gesundheitswesen.»


Fabian Vaucher

Präsident PharmaSuisse

«Erfahrungen aus Ländern mit Referenzpreissystem zeigen, dass erstens der Medikamentenverbrauch steigt, weil Preissenkungen zu Mengenausweitungen bei Generika führen – und zweitens der Gebrauch von patentieren, teureren Medikamenten zunimmt, die nicht dem Mechanismus des Referenzpreises unterliegen. Patienten werden durch den ständigen Wechsel der Medikamente verunsichert. Dies hat zur Folge, dass sie die Medikamente entweder schlechter einnehmen oder mehrfach, weil sie unterschiedliche mit dem gleichen Wirkstoff zur Hand haben.»


Dr. med. Yvonne Gilli

Mitglied Zentralvorstand, FMH

«Generika spielen eine immer grössere Rolle, aber es hat immer noch Potenzial, noch mehr Generika zu nutzen.»
«Eine aufgezwungene Umstellung eines Patienten auf ein anderes Medikament kann bei diversen Krankheitsbildern ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.»


Videos

Tagesschau vom 26.11.2018

Generika boomen nicht: Generika sind – im Wesentlichen – die Kopie eines Originalmedikaments, aber viel billiger. Generika müssten also boomen – tun es in der Schweiz aber nicht.

SRF Puls vom 26.11.2018 

Verpasstes Sparpotenzial – Zu wenig Generika in der Schweiz: In der Schweiz werden zu wenig Generika eingesetzt. Fehlanreize bei der Ärzteschaft und Apotheken vernichten damit systemisches und persönliches Sparpotenzial. «Puls» zeigt nun, dass wir im Vergleich zum Ausland auch noch viel weniger Generika-Produkte zur Verfügung haben. Was müsste sich ändern?

Dr. med. Yvonne Gilli

Yvonne Gilli, Mitglied des Zentralvorstandes FMH, spricht sich im Namen der Ärzteschaft gegen die Einführung eines Referenzpreissystems in der Schweiz ein. Es drohen schwerwiegende Nachteile für den Patienten wie höhere Kosten und Beeinträchtigungen bei der Therapietreue sowie eine Verschlechterung der Versorgungssicherheit.

Fabian Vaucher

Fabian Vaucher, Präsident pharmaSuisse, bringt die zentralen Bedenken der Apothekerschaft gegenüber ein Referenzpreissystem vor. Er kritisiert das Billigsprinzip und den Wegfall der Wahlfreiheit sowie die Beeinträchtigung der Therapietreue. Stattdessen spricht er sich für eine Förderung von Generika aus.

Dr. Axel Müller

Dr. Axel Müller, Geschäftsführer Intergenerika, führt anlässlich der pharmaSuisse-Konferenz vom 19. September 2018 in Bern die zahlreichen Argumente gegen das vom Bundesrat geplante Referenzpreissystem für Generika an.

Thomas de Courten

Thomas de Courten, Präsident Intergenerika, warnt vor den negativen Folgen eine Referenzpreissystems für die Versorgungssicherheit und sagt „Generika sind nicht zu teuer, sondern tragen Jahr für Jahr zu signifikanten Einsparungen im Gesundheitssystem bei.“

Enea Martinelli

Enea Martinelli, Chefapotheker Spitäler fmi ag, spricht von den Gefahren eines Referenzpreissystems für die Therapietreue – gerade für chronisch Kranke und ältere Patienten.

Dr. Axel Müller

Dr. Axel Müller, Geschäftsführer Intergenerika und Schirmherr der Allianz „Nein zu Referenzpreisen bei Medikamenten“, berichtet von den schlechten Erfahrungen mit Referenzpreisen in der EU und bezeichnet die vom Bundesrat vorgeschlagenen Modelle als für die Schweiz ungeeignet.